Eine spektakuläre Verfolgungsfahrt hat sich in der Nacht zu Freitag auf der A57 sowie im Raum Meerbusch abgespielt. Ein mutmaßlich gestohlenes Fahrzeug entzog sich einer Polizeikontrolle, rammte später einen Streifenwagen und löste einen Großeinsatz mit Hubschrauber aus.
Nach Angaben der Polizei wollte eine Streifenwagenbesatzung gegen 00.45 Uhr auf der Autobahn 57 einen grauen Seat kontrollieren, der in Richtung Nimwegen unterwegs war. Statt der Aufforderung der Beamten zu folgen, beschleunigte der Fahrer und flüchtete.
Die anschließende Verfolgungsfahrt führte zunächst über die Autobahn und später durch das Stadtgebiet von Krefeld bis nach Meerbusch. Besonders gefährlich: Der Fahrer soll zeitweise entgegen der Fahrtrichtung eine Auffahrt an der Anschlussstelle Bovert befahren haben.
Auf der Meerbuscher Straße im Stadtteil Osterath eskalierte die Situation weiter. Dort rammte der Flüchtige ein Einsatzfahrzeug der Polizei. Anschließend verließen beide Insassen den Wagen und flüchteten zu Fuß.
Der 14-jährige Beifahrer konnte kurze Zeit später im Nahbereich festgenommen werden. Der mutmaßliche Fahrer entkam jedoch zunächst. Laut Polizei kletterte der Verdächtige während seiner Flucht auf ein abgestelltes Auto und sprang anschließend auf eine Garage. Danach verloren die Beamten den Sichtkontakt.
Eine sofort eingeleitete Fahndung mit Unterstützung eines Polizeihubschraubers verlief bislang ohne Erfolg. Der Flüchtige verlor während seiner Flucht einen weißen Turnschuh.
Im Verlauf der Ermittlungen ergaben sich Hinweise darauf, dass der benutzte Seat möglicherweise gestohlen wurde. Die Polizei bittet deshalb Zeugen um Hinweise.
Der gesuchte Fahrer wird als etwa 20 Jahre alt und von südosteuropäischem Erscheinungsbild beschrieben. Er trug eine schwarze Hose, eine schwarze Jacke sowie weiße Turnschuhe.
(rix)
