Unwetter tobte durch Mönchengladbach

Foto: Sascha Rixkens

Mönchengladbach. (ots) Nach dem Unwetter am Samstagnachmittag in Mönchengladbach hat die Feuerwehr bis zum Abend 115 Einsätze abgearbeitet.

Herausragend waren aufwendige Arbeiten zum Abtragen von stark durch das Unwetter beschädigten Bäumen, das Entfernen eines Sonnenschirms aus einem Dach oder auch die Überschwemmung mehrerer Keller in ganzen Straßenzügen. Wegen der anhaltend großen Zahl an Notrufen während des Unwetters wurde die Leitstelle der Feuerwehr personell verstärkt und den Einsätzen eine Priorität zugeordnet. Diese wertet die Dringlichkeit der Abarbeitung. Im Laufe des Abends konnten alle noch anstehenden Unwettereinsätze abgearbeitet werden.

Auf der Ernst-Brasse-Straße wurde durch eine Sturmböe gleich ein ganzes Flachdach abgetragen und stürzte herunter. Der Schaden ist gewaltig. Die Feuerwehr evakuierte zur Sicherheit das Wohnhaus. Auch Bewohnerin Sylvia Bahr war betroffen, hatte aber Glück im Unglück. Am Ende blieb ein tiefer Schock und einige Schürfwunden zurück.

Ein besonderer Einsatz ereignete sich gegen 18.30 Uhr auf der Waldhausener Straße. In Folge des Unwetters war ein Sonnenschirm, der in einem Metallfußständer stand, vom Balkon im 2. Obergeschoss auf das Dach des Nachbarhauses verweht worden und blieb dort in den Dachziegeln in der Nähe des Dachfirstes stecken. Da nicht auszuschließen war, dass der Sonnenschirm bei einer nächsten Windböe Halt verliert, musste dieser gesichert und geborgen werden.

Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten gestaltete sich dieses Vorhaben etwas aufwendiger. Ein Höhenretter der Berufsfeuerwehr sicherte zunächst von der Drehleiter aus den Sonnenschirm und barg das Gestell samt Bezug. Der Metallfuß konnte dann über den Dachboden des Nachbarhauses geborgen werden. Dieser Metallfuß hatte ein Gewicht von circa 30 kilogramm.

Ein kurze Zeit später eintreffender Dachdecker sorgte dann für die Sicherung der Dachhaut.

Eingesetzt waren alle drei Feuer- und Rettungswachen der Berufsfeuerwehr, Sonderfahrzeuge aus dem Technik- und Logistikzentrums wie der Feuerwehrkran, die Sondereinsatzgruppe Höhenrettung, 15 Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr, der Führungsdienst der Be-rufsfeuerwehr und Helfer der Hilfsorganisationen zur Versorgung.

ACHTUNG! Wegen der Schäden, die der Sturm am Samstag angerichtet hat, bitten Feuerwehr und mags dringend zur eigenen Sicherheit, öffentliche Grünflächen, die städtischen Friedhöfe und Wälder zu meiden.




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