Am südlichen Stadteingang von Düsseldorf ist ein bedeutendes Bauprojekt abgeschlossen worden: Ein ehemaliges Bürohochhaus aus den 1970er Jahren wurde umfassend saniert und dient künftig als moderner Standort des Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen (LKA NRW).
Das Gebäude an der Völklinger Straße wurde vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb Nordrhein-Westfalen (BLB NRW) vollständig revitalisiert. Ziel war es, moderne Arbeitsplätze zu schaffen und gleichzeitig bestehende Ressourcen nachhaltig zu nutzen. Rund 440 Beschäftigte kehren nun an den zentralen Standort zurück, der durch eine neu errichtete Verbindungsbrücke direkt mit dem Hauptgebäude verbunden ist.

NRW-Innenminister Herbert Reul betonte bei der Schlüsselübergabe die Bedeutung des Projekts für die Polizeiarbeit: Moderne Technik, kurze Wege und eine enge Zusammenarbeit seien entscheidend für die Bekämpfung von Kriminalität – insbesondere in Bereichen wie Cybercrime und organisierter Kriminalität.
Nachhaltige Sanierung statt Neubau
Ein besonderer Fokus lag auf der Nachhaltigkeit: Die bestehende Stahlbetonstruktur des rund 50 Meter hohen Gebäudes blieb erhalten und wurde modernisiert. Dadurch konnte die sogenannte „graue Energie“ bewahrt werden – also die bereits beim ursprünglichen Bau eingesetzten Ressourcen.
Laut Bau- und Liegenschaftsbetrieb Nordrhein-Westfalen verbessert sich der CO₂-Fußabdruck des Gebäudes um rund 67 Prozent im Vergleich zu Standardbauten. Moderne Gebäudetechnik, Fernwärme und eine neue Fassade tragen zusätzlich zur Energieeffizienz bei.

Stärkung der Zusammenarbeit im LKA NRW
Mit dem neuen Gebäude wächst das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen weiter zusammen. In den vergangenen Jahren war die Behörde auf mehrere Standorte verteilt, was die Zusammenarbeit erschwerte.
LKA-Direktor Ingo Wünsch sieht im neuen Standort einen wichtigen Schritt: Moderne Arbeitsplätze und zentrale Strukturen seien entscheidend, um den steigenden Anforderungen in der Kriminalitätsbekämpfung gerecht zu werden.
Mit insgesamt rund 2.000 Mitarbeitenden gehört das LKA NRW zu den zentralen Sicherheitsbehörden des Landes. Der neue Campus in Düsseldorf soll künftig eine effizientere und engere Zusammenarbeit ermöglichen.
(rix)
