Mit einem groß angelegten Einsatz sind Ermittler am Mittwochmorgen gegen eine mutmaßlich international agierende Tätergruppierung vorgegangen. Im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft Krefeld und der Polizei Mönchengladbach wurden insgesamt 13 Objekte in Deutschland und den Niederlanden durchsucht sowie mehrere Verdächtige festgenommen.
Die Durchsuchungen erfolgten im Zuge der Ermittlungen der Ermittlungskommission „Awari“ unter Beteiligung von Einsatzkräften aus Nordrhein-Westfalen, den Niederlanden, Europol, dem Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen sowie der Gemeinsamen Grundstoffüberwachungsstelle beim Bundeskriminalamt.

Nach bisherigen Erkenntnissen richtet sich das Verfahren gegen neun deutsche und niederländische Tatverdächtige. Ihnen wird vorgeworfen, seit 2025 in großem Umfang Grundstoffe für die illegale Herstellung von Amphetamin beschafft und mehrere Drogenlabore betrieben zu haben. Nach Angaben der Ermittler soll es dabei um die Produktion im Tonnenbereich gegangen sein.
Im Fokus der Maßnahmen standen neben den Wohnanschriften der Beschuldigten auch mutmaßliche Produktionsstätten. Dazu gehörten zwei Lagerhallen in Kaldenkirchen und Niederkrüchten im Kreis Viersen. Bei den Durchsuchungen stellten die Ermittler zahlreiche Beweismittel sicher, die nun ausgewertet werden.
Unterstützt wurden die Einsatzkräfte unter anderem von Spezialisten des Kriminalwissenschaftlichen und -technischen Instituts des Landeskriminalamtes sowie der Feuerwehr. Die Ermittlungen zu den Hintergründen und möglichen weiteren Tatbeteiligten dauern an.
(rix)
