Mönchengladbach. Zwei schwerwiegende Schwachstellen in der weitverbreiteten Programmiersprache PHP sorgen derzeit bundesweit für erhebliche Sicherheitsbedenken. Zahlreiche Betreiber von Internetseiten reagieren mit Schutzmaßnahmen. Auch in Mönchengladbach hat die Bedrohung bereits Auswirkungen.
Wie die mags am Mittwoch über Facebook mitteilte, wurde die Website aufgrund der Sicherheitslücke vorsorglich abgeschaltet. Wann die Seite wieder erreichbar sein wird, ist derzeit unklar. Die Internetseite der Stadt Mönchengladbach ist hingegen weiterhin online.
PHP wird auf zahlreichen Internetservern eingesetzt und bildet die technische Grundlage vieler Internetangebote. Die unter dem Namen „PHP2Shell“ bekannt gewordenen Schwachstellen können es Angreifern unter bestimmten Voraussetzungen ermöglichen, aus der Ferne schädliche Befehle auf betroffenen Servern auszuführen.
Dadurch könnten Kriminelle Internetseiten manipulieren, Daten auslesen oder die Kontrolle über betroffene Systeme übernehmen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor der hohen Gefährdung und empfiehlt Betreibern, ihre Systeme schnellstmöglich abzusichern.
Inzwischen haben die Entwickler der Programmiersprache Sicherheitsupdates veröffentlicht. Diese müssen nun von den jeweiligen Website-Betreibern und Hosting-Anbietern auf den betroffenen Servern installiert werden.
Erste Angriffsversuche wurden bereits beobachtet. In welchem Umfang Angreifer tatsächlich erfolgreich waren, ist derzeit nicht abschließend bekannt.
Für gewöhnliche Internetnutzer besteht zunächst kein unmittelbarer Handlungsbedarf. Die Schwachstellen betreffen die Server der Internetangebote und nicht unmittelbar die Geräte der Besucher. Allerdings können vorübergehende Abschaltungen dazu führen, dass digitale Dienstleistungen zeitweise nicht verfügbar sind. (mke)
