Brand in der JVA Willich II: Gefangene erleidet Rauchgasvergiftung – Haftraum unbewohnbar

Foto: Sascha Rixkens

Willich-Anrath – Ein Brand in einem Haftraum des Frauenhauses der Justizvollzugsanstalt Willich II hat am Mittwochabend (4. November) einen Einsatz von Feuerwehr und Polizei ausgelöst. Eine Gefangene erlitt durch die starke Rauchentwicklung eine leichte Rauchgasvergiftung. Der betroffene Haftraum ist vorerst nicht mehr bewohnbar.

Gegen 21.45 Uhr wurden die Einsatzkräfte zu dem Brand in der JVA Willich II alarmiert, in der sich der offene Vollzug befindet.

Nach bisherigen Erkenntnissen war aus bislang ungeklärter Ursache ein Abfalleimer in einem Haftraum in Brand geraten. Die Bewohnerin des Zimmers befand sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs nicht darin.

Gefangene durch Rauch verletzt

Durch die starke Rauchentwicklung erlitt die Frau eine leichte Rauchgasvergiftung.

Sie wurde noch am Einsatzort medizinisch versorgt und konnte nach ambulanter Behandlung aus der Betreuung entlassen werden. Ein Transport ins Krankenhaus war nicht erforderlich.

Da ihr Haftraum durch das Feuer nicht mehr bewohnbar war, wurde die Frau anschließend in einem anderen Haftraum untergebracht.

Weitere Personen wurden bei dem Brand nicht verletzt.

Kriminalpolizei ermittelt zur Brandursache

Durch das Feuer entstand zudem ein Schaden am Gebäude. Angaben zur Schadenshöhe liegen bislang nicht vor.

Die Kriminalpolizei der Kreispolizeibehörde Viersen erschien am Brandort und übernahm die Ermittlungen.

Wie es zum Brand des Abfalleimers kommen konnte, ist derzeit noch unklar.

(rix)