Mönchengladbach – Die Halloween-Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November verlief aus Sicht der Polizei Mönchengladbach weitgehend friedlich. Dennoch mussten die Einsatzkräfte insgesamt 202 Mal ausrücken. Besonders der unerlaubte Umgang mit Feuerwerkskörpern sowie auffällige Fahrten mit Elektro-Rollern beschäftigten die Polizei.
Böller in besetztes Auto geworfen – vier Menschen im Krankenhaus
Ein besonders gefährlicher Vorfall ereignete sich gegen 20 Uhr auf der Arminiusstraße. Dort war ein mit vier Personen besetztes Auto mit Schrittgeschwindigkeit unterwegs, als zwei bis drei verkleidete Personen an dem Fahrzeug vorbeigingen.
Nach Angaben der Polizei warfen die Unbekannten einen Böller durch das geöffnete Fahrerfenster in den Innenraum. Der Feuerwerkskörper explodierte im Fahrzeug und verletzte den Fahrer an der Hand.
Alle vier Insassen wurden mit dem Verdacht auf ein Knalltrauma zur medizinischen Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei ermittelt wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.
Insgesamt registrierten die Beamten 44 Einsätze im Zusammenhang mit unerlaubter Pyrotechnik. Besonders häufig gingen entsprechende Meldungen aus den Stadtteilen Eicken und Venn ein.
Daneben verzeichnete die Polizei elf Ruhestörungen, sieben Einsätze wegen Unfugs und vier Körperverletzungsdelikte. Drei davon ereigneten sich in der Altstadt, ein weiterer im Bereich der Neusser Straße.
16-Jähriger mit rund 80 km/h auf Elektro-Roller unterwegs
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf gezielten Kontrollen von Elektro-Kleinstfahrzeugen. Rund 150 Personen und ihre Fahrzeuge wurden im gesamten Stadtgebiet überprüft.
Auf der Krefelder Straße fiel den Einsatzkräften ein Elektro-Roller auf, der mit etwa 80 km/h unterwegs war. Der 16-jährige Fahrer versuchte zunächst, vor der Polizei zu flüchten, konnte jedoch wenig später angehalten werden.
Bei dem Jugendlichen fanden die Beamten außerdem Pyrotechnik. Der Elektro-Roller wurde sichergestellt und entsprechende Ermittlungsverfahren eingeleitet.
15-Jähriger alkoholisiert in Hehn gestoppt
In Hehn kontrollierten Polizisten einen 15-Jährigen, der unter Alkoholeinfluss mit einem Elektro-Kleinstfahrzeug unterwegs war.
Der Jugendliche wurde zur Polizeiwache gebracht. Dort wurde ihm im Beisein seiner Eltern eine Blutprobe entnommen. Gegen ihn wird wegen Trunkenheit im Straßenverkehr ermittelt.
In einem weiteren Fall erstatteten die Beamten Strafanzeige wegen des Verdachts der Hehlerei im Zusammenhang mit einem gestohlenen Elektro-Kleinstfahrzeug.
Böller beschädigt Mülleimer in Giesenkirchen
Auch in Giesenkirchen kontrollierte die Polizei mehrere Jugendliche auf Elektro-Kleinstfahrzeugen. Dabei wurde unter anderem ein Verwarnungsgeld gegen einen E-Scooter-Fahrer verhängt, der Kopfhörer benutzte.
Zudem nahmen die Beamten eine Strafanzeige wegen Sachbeschädigung auf. Ein aus der Jugendgruppe heraus gezündeter Böller hatte einen Mülleimer beschädigt.
Polizei kündigt weitere Kontrollen an
Bei dem Sondereinsatz stellten die Beamten zahlreiche Verkehrsverstöße fest. Neben technischen Veränderungen an den Fahrzeugen überprüften sie insbesondere deren Verkehrssicherheit und die Fahrtüchtigkeit der Nutzer.
Die Polizei Mönchengladbach kündigte an, auch künftig verstärkt auf Elektro-Kleinstfahrzeuge und das Verhalten ihrer Fahrer im Straßenverkehr zu achten.
(rix)
