Niederrhein. Starke Windböen haben die Feuerwehren in Mönchengladbach, Krefeld und Neuss am Freitag (23. Oktober) und in der Nacht zum Samstag beschäftigt. Insgesamt wurden in den drei Städten bislang 92 sturmbedingte Einsätze gemeldet. Umgestürzte Bäume, abgebrochene Äste und lose Dachteile sorgten für zahlreiche Gefahrenstellen. Teilweise wurden auch Gebäude und Fahrzeuge beschädigt.
In Mönchengladbach rückte die Feuerwehr zwischen Freitagmittag und Samstagmorgen um 7 Uhr zu insgesamt 28 witterungsbedingten Einsätzen aus. Neben umgestürzten Bäumen und herabgefallenen Dachziegeln wurden in zwei Fällen Hausdächer durch umstürzende Bäume beschädigt. Am Autobahnkreuz Neersen mussten zwei Bäume von der Fahrbahn entfernt werden. Gegen 21 Uhr stürzte zudem ein Baum auf eine Oberleitung der Bahn und geriet in Brand. Beim Eintreffen der Feuerwehr war das Feuer bereits erloschen. Verletzt wurde niemand.
In Krefeld verzeichnete die Feuerwehr bis Samstagmorgen um 6:20 Uhr insgesamt 25 sturmbedingte Einsätze. Besonders betroffen war der Stadtteil Hüls. Auf der Nieper Straße wurde ein etwa zwölf mal fünf Meter großer Pavillon auf das Dach eines Wohnhauses geweht. Die Feuerwehr musste die Konstruktion mithilfe einer Drehleiter sichern und entfernen. An anderen Einsatzstellen waren Bäume auf Fahrzeuge gestürzt. Auch in Krefeld wurde niemand verletzt.
Die meisten Einsätze wurden bislang aus Neuss gemeldet. Dort musste die Feuerwehr 39 sturmbedingte Einsatzstellen abarbeiten. Ein Schwerpunkt lag im Stadtteil Furth. Am Linneplatz stürzte ein Baum auf ein Wohnhaus, während ein weiterer Baum ebenfalls auf das Gebäude zu fallen drohte. Der Einsatz dauerte rund zwei Stunden. An zwei weiteren Stellen wurden Autos durch umstürzende Bäume getroffen.
Auch der Verkehr war betroffen. An der Klever Straße fiel ein Baum auf eine Bahnstrecke. Auf der A57 wurde die Feuerwehr mehrfach tätig. Die Anschlussstelle Reuschenberg musste in Fahrtrichtung Krefeld vorübergehend gesperrt werden, weil weitere Bäume umzustürzen drohten. Die Sperrung wurde inzwischen aufgehoben. Insgesamt waren in Neuss rund 80 Einsatzkräfte mit der Bewältigung der Sturmschäden beschäftigt.
Da auch in den kommenden Tagen weiterhin kräftiger Wind und einzelne Sturmböen möglich sind, raten die Feuerwehren zur Vorsicht. Insbesondere von beschädigten Bäumen, losen Dachziegeln und anderen möglicherweise herabfallenden Gegenständen sollte Abstand gehalten werden. Auch nach dem Nachlassen des Windes können noch Gefahren bestehen. (mke)
