Viersen: Erneuter Brand in leerstehendem Fabrikgebäude

Foto: Sascha Rixkens

Viersen (rix). Zum wiederholten Male kam es am Montagmittag an der Straße Rahserfeld zu einem Feuerwehreinsatz. In einer ehemaligen Fabrikhalle war ein Feuer ausgebrochen. Die Rauchwolke war in weiten Teilen von Viersen und Mönchengladbach zu sehen. Unweit der Halle liegt die Viersener Feuerwache. Die Wehrleute wurden um 15.28 Uhr auf den Brand aufmerksam und rückten sofort mit zahlreichen Fahrzeugen aus.

Die eintreffenden Feuerwehrkräfte stellten fest, dass das Dach

der Halle auf einer Fläche von etwa 100 Quadratmeter brannte. Da sich die Brandstelle mitten im Objekt befand, war diese nur schwer zugänglich.

Mit Hilfe der Drehleiter und unter Einsatz des so genannten Wenderohres begann unmittelbar die Brandbekämpfung. Die zweite Drehleiter aus Dülken wurde zusätzlich alarmiert und unterstützte die Löscharbeiten von der Rückseite des Gebäudes. Nach gut anderthalb Stunden war das Feuer unter

Kontrolle, die Nachlöscharbeiten dauerten gegen 17.30 Uhr noch an. Die Feuerwehr Viersen war mit 80 Kräften im Einsatz, einschließlich des Rettungsdienstes mit einem Notarzt. Dieser war zur Absicherung der Einsatzkräfte an die Brandstelle gerufen worden.

Foto: Sascha Rixkens

Nach Beendigung der Löscharbeiten, stellte sich heraus, dass alte Akten im Dachbereich auf bisher unbekannte Art in Brand geraten waren.

Die Polizei hat nach Abschluss der Löschmaßnahmen die Brandursachenermittlung aufgenommen.

Anwohner berichteten, dass immer wieder wilde Partys auf dem Gelände gefeiert werden. Seitdem die damalige Firma für Wärmetechnik vor einigen Jahren quasi über Nacht das Gelände verlassen hatte, mussten Feuerwehr und Polizei immer wieder zu dem Objekt ausrücken.

Ein Großteil der Einrichtung wurde einfach zurückgelassen. So auch die Akten im Dachbereich. Einbrecher suchten mehrfach das Gelände auf, stahlen Computer und Kabel. Sogar die Heizungsanlage sei über Nacht demontiert und entwendet woden, berichtete ein Anwohner.

 

 

 

 

 

Für das Gelände fühlt sich heute niemand mehr verantwortlich. Der Verfall ist deutlich sichtbar. An den Fassaden findet man Graffitis, Fensterscheiben wurden zerschlagen. Vor einigen Monaten soll rund um die Hallen ein illegales Autorennen stattgefunden haben.

Eine Erinnerung, die man in Mönchengladbach nur allzu gut kennt. Auch dort wurde auf dem Gelände der alten Zeugdruckerei auf der Duvenstraße im Ortsteil Müllfort wurde immer wieder gezündelt. Bis die Stadt sich zum Abriss der Ruinen entschied. Heute erinnert nur noch eine leere Fläche an das, was vor einigen Jahren noch Feuerwehr und Polizei in Atem hielt.


Letztes Feuer im November 2016

Bereits am 16 November 2016 brannten an einer der Hallen Reifen und Paletten. Die Feuerwehr konnte ein Ausbreiten auf andere Teile der Halle verhindern. Doch bereits da war bekannt, dass noch alte Akten hinter den Mauern schlummern. Die Polizei ermittelte wegen Brandstiftung – der oder die Täter sind bis heute nicht bekannt.

Foto: Sascha Rixkens




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