Mönchengladbach. Ein schweres Unwetter mit Starkregen und teils stürmischen Böen hat am Montagabend zahlreiche Einsätze der Feuerwehr ausgelöst. Besonders im südlichen Stadtgebiet mussten umgestürzte Bäume beseitigt und Gefahrenstellen abgesichert werden.
Zu einem größeren Einsatz kam es auf der Bahnstrecke im Ortsteil Herrath. Nachdem ein Baum auf die Oberleitung gestürzt war, musste ein Regionalzug auf freier Strecke anhalten. Gemeinsam mit der Deutschen Bahn und der Bundespolizei evakuierte die Feuerwehr die Fahrgäste. Anschließend wurden diese mit Bussen der NEW zu ihren jeweiligen Anschlusszielen gebracht.

Neben den Lösch- und Hilfeleistungszügen der Berufsfeuerwehr arbeiteten zahlreiche Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr die sturmbedingten Einsätze im gesamten Stadtgebiet ab. Drei Hilfsorganisationen besetzten zusätzliche Rettungswagen zur medizinischen Absicherung des Einsatzes und übernahmen gleichzeitig die Versorgung der Einsatzkräfte mit Getränken und Verpflegung. Die NEW unterstützte die Evakuierung der Fahrgäste mit zwei Bussen. Insgesamt waren rund 170 Einsatzkräfte an der Bewältigung der Unwetterlage beteiligt.

Die Auswirkungen des Unwetters sind auch am Dienstag noch spürbar. Aufgrund akuter Astbruchgefahr bittet die Stadt Mönchengladbach darum, die Grünanlagen in Odenkirchen, Wickrath, Wanlo und Beckrath bis auf Weiteres nicht zu betreten. Die städtischen Friedhöfe sind von der Warnung ausgenommen. Eine Entwarnung soll erfolgen, sobald die Gefahrenlage beseitigt ist.
Die Feuerwehr weist zudem darauf hin, bei Unwettern Bereiche mit Bäumen möglichst zu meiden und Straßen oder Wege mit umgestürzten Bäumen oder herabgefallenen Ästen nicht eigenständig zu räumen. Gefahrenstellen sollten über den Notruf 112 gemeldet werden. (mke)
