Düsseldorf: 22 verletzt und 2 Festnahmen nach Großbrand in Düsseldorfer Flüchtlingsunterkunft

Düsseldorf (rix)


In einer Düsseldofer Flüchtlingsunterkunft ist am Dienstagvormittag ein Feuer ausgebrochen. 22 Menschen wurden bei dem Brand verletzt. 2 Tatverdächtige wurden festgenommen. Die Halle wurde vollständig vom Feuer zerstört.

Am Dienstagvormittag kam es zu einem Großbrand in einer Düsseldofer Asylbewerberunterkunft. In der Messe-Halle 18 brach aus bisher Ungeklärter Ursache ein Feuer aus.





Wie wir aus Mitarbeiter Kreisen der Messe erfahren haben, wurde das Feuer auf Überwachungsmonitoren entdeckt. Umgehend wurde die Feuerwehr Düsseldorf zur Halle 18 entsandt. Innerhalb von wenigen Minuten stand die gesamte Halle in Vollbrand.
Auf der Autobahn A44 war die Sicht zeitweise auf unter 5 Meter begrenzt. Auch der Düsseldorfer Flughafen war betroffen. Die Einflugschneise lag genau über der Rauchwolke.
Durch einen massiven Wassereinsatz konnte der Brand nach gut einer Stunde unter Kontrolle gebracht werden.

Die Mitbewohner berichteten von chaotischen Szenen. Keiner wusste so richtig wie er sich verhalten sollte und wo er hin sollte. Alles was in der Halle zurück gelassen wurde, fiel dem Raub der Flammen zum Opfer. Auf dem Parkplatz P2 des Messegeländes wurde eine Sammelstelle eingerichtet. Dort wurden alle Flüchtlinge registriert.
Immer wieder trafen wir auf Menschen die verzweifelt waren, verzweifelt um Hilfe suchten. Der Schock stand allen ins Gesicht geschrieben. Wie und wo es weiter geht ist ungewiss.

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Foto: Sascha Rixkens

Bis zum frühen Nachmittag zählte die Feuerwehr 22 verletzte darunter auch Feuerwehrleute. Die Hitze machte allen vor Ort zu schaffen.

Zur Brandursache wollte die Feuerwehr keine Angaben machen. Brandursachenermittler der Polizei haben mit der Suche bereits begonnen.
Im Einsatzverlauf konnten zwei Bewohner aus der Unterkunft von der Polizei festgenommen werden. Beide stehen im dringenden Tatverdacht der Brandstiftung.





Auch in diesem Einsatz waren leider wieder viele „Gaffer“ vor Ort die nichts besseres zu tun haben als die Rettungskräfte zu behindern und mit Ihren Handys Videos zu machen. Auch Medienvertreter wurden im beisein der Polizei angegriffen.

Weitere Bilder vom Einsatz findet Ihr in unserer Galerie: hier klicken




1 Kommentar

  1. „Medienvertreter wurden im Beisein der Polizei angegriffen…“

    Spannend! Bleibt die Frage von wem, wie und mit welchen Folgen!

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