Feuerwehr geschockt – Steinewurf auf ehrenamtliche Rettungskräfte

Foto: Sascha Rixkens

Was am Samstagabend einer Besatzung der freiwilligen Feuerwehr Giesenkirchen passiert ist, erschüttert derzeit die sozialen Netzwerke. Auch bei der Feuerwehr sorgte der Vorfall für entsetzen.

Mönchengladbach (rix). Die Fahrzeugbesatzung der Einheit Giesenkirchen rückte am frühen Samstagabend mit einem Löschfahrzeug, zu einer Bewegungs- und Kontrollfahrt aus. Im Bereich rund um den Römerbrunnen kam es in der Vergangenheit schon zu diversen Verzögerungen bei der Anfahrt bei Einsätzen. Immer wieder waren falsch geparkte Fahrzeuge ein Hindernis für die Wehrkräfte der Mönchengladbacher Feuerwehr.
So waren auch am Samstag wieder Fahrzeuge falsch geparkt und behinderten die Rettungswege. Die Besatzung musste mehrfach Rangierarbeiten vornehmen um die Engstellen passieren zu können.

Bei der Fahrt durch die Siedlung am Römerbrunnen, wurde von einer Gruppe bisher unbekannter Täter mit Steinen auf das Löschfahrzeug der Feuerwehr geworfen. Offensichtlich wollten die Täter die Steine durch ein geöffnetes Fenster werfen und die Insassen im Fahrzeug treffen. Die Tat geschah gegen 18.45 Uhr. Der Römerbrunnen gilt schon seit Jahren als Brennpunktviertel der Stadt, auch eine Umbenennung in „Carolina-Park“ brachte keine sichtliche Verbesserung.

Am Fahrzeug der Feuerwehr wurde der Holm sichtlich beschädigt.                                                                         Foto: Sascha Rixkens

Glücklicherweise wurden bei dem feigen Angriff keine Personen verletzt. Die Geschosse trafen lediglich die Karosserie vom Fahrzeug, richteten jedoch erheblichen Sachschaden an. Josef Straetmans von der Mönchengladbacher Feuerwehr reagierte in einem Telefonat mit unserer Redaktion am Sonntag betroffen. “Immer wieder werden unsere Feuerwehraufstellflächen zugeparkt, und behindern unsere Maßnahmen. Einige Anwohner zeigen auch ein deutlich erhöhtes Aggressives Potenzial“, so Straetmans. Die Feuerwehr wird alles daran setzen, bei der Suche der Täter zu unterstützten. “In meinen ganzen Dienstjahren bei der Mönchengladbacher Feuerwehr ist mir ein solcher Vorfall noch nicht untergekommen. Ich bin erschüttert über die Geschehnisse, und froh das niemand verletzt wurde“, so Straetmans weiter.

Alarmierte Streifenwagen eilten kurz nach der Tat am Samstag zum Tatort und nahmen vor Ort die Ermittlungen auf. Von den Steinewerfern fehlt bisher jeder Spur. Eine Suche im Umkreis führte nicht zum Erfolg.
Zeugen des Vorfalls werden gebeten sich bei der Polizei unter der Rufnummer 02161/29-0 zu melden.

In Mönchengladbach ist es in der Vergangenheit noch nicht zu ähnlichen Vorfällen gekommen. Die Einheit der freiwilligen Feuerwehr Giesenkirchen will aber auch in Zukunft weiter im Römerbrunnen Übungen abhalten und zugeparkte Rettungswege an die Polizei melden.
Ob es in Zukunft Veränderungen geben wird, war heute noch nicht bekannt. Denkbar wäre, dass bei Einsätzen direkt die Polizei hinzugezogen wird und für die nötige Sicherheit der Einsatzkräfte sorgt.




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