Hürtgenwald/Mönchengladbach – Während sich der verheerende Waldbrand im Hürtgenwald weiter ausbreitet, wird die Unterstützung aus ganz Nordrhein-Westfalen hochgefahren. Auch Einsatzkräfte aus Mönchengladbach sind inzwischen auf dem Weg in den Kreis Düren.
Am Freitagvormittag wurde die Einsatzbereitschaft 3 der Bezirksregierung Düsseldorf zur Unterstützung der Einsatzkräfte im Hürtgenwald alarmiert. Auch zahlreiche Feuerwehrleute aus Mönchengladbach gehören zu diesem Kontingent.
Gegen 12.30 Uhr sammelten sich die Gladbacher Kräfte am Borussia-Park. Von dort ging es im geschlossenen Verband zunächst zur Sammelstelle nach Krefeld. Am Nachmittag setzte sich die gesamte Bereitschaft 3 gemeinsam in Richtung Kreis Düren in Bewegung.

Insgesamt umfasst die Einsatzbereitschaft 141 Einsatzkräfte und 43 Fahrzeuge. Noch sind die Mönchengladbacher und die weiteren Kräfte der Bereitschaft nicht unmittelbar in den Einsatz gegangen. Sie befinden sich im Bereitstellungsraum und warten auf ihre konkrete Zuteilung.
Extrem schwierige Bedingungen für die Einsatzkräfte
Der Waldbrand im Hürtgenwald hat mittlerweile eine Dimension erreicht, die selbst erfahrene Einsatzkräfte vor enorme Herausforderungen stellt. Nach aktuellem Stand handelt es sich vermutlich um den größten Waldbrand in der Geschichte Nordrhein-Westfalens.
Die Feuerwehr hat aufgrund der schwierigen Wetter- und Einsatzbedingungen bereits einen sogenannten „Red Flag Day“ ausgerufen. Wechselnde Windrichtungen, niedrige Luftfeuchtigkeit und die trockene Vegetation sorgen dafür, dass sich die Flammen jederzeit in eine andere Richtung ausbreiten können.

Für die Einsatzkräfte bedeutet das höchste Vorsicht. Ein plötzlich drehender Wind kann innerhalb kürzester Zeit neue Brandfronten entstehen lassen und die Gefahr für die Feuerwehrleute massiv erhöhen.
Der Waldbrand könnte die Einsatzkräfte noch über mehrere Tage beschäftigen.
Löschhubschrauber und Landwirte kämpfen gegen die Flammen
Auch aus der Luft wird weiterhin versucht, den Brand einzudämmen. Löschhubschrauber bringen große Mengen Wasser zu den Brandherden und unterstützen die Feuerwehr am Boden.
Gleichzeitig sind auch zahlreiche Landwirte im Einsatz. Mit Traktoren und Wasserfässern bewässern sie angrenzende Flächen und versuchen, dem Feuer den Weg zu versperren. Gemeinsam mit den Feuerwehren werden so sogenannte Riegel geschaffen, die eine weitere Ausbreitung verhindern sollen.

Während die Einsatzkräfte aus Mönchengladbach und anderen Teilen Nordrhein-Westfalens im Bereitstellungsraum auf ihre Aufgaben warten, kämpfen vor Ort bereits seit Stunden hunderte Feuerwehrleute gegen die Flammen.
Für die Mönchengladbacher Kräfte heißt es derzeit: warten, vorbereiten und bereit sein – denn der Einsatzbefehl kann jederzeit kommen.
(rix)
