In Mönchengladbach sorgen rechtsextreme Schmierereien an mehreren Orten für große Besorgnis. Besonders betroffen sind Gedenksteine, darunter auch Erinnerungsorte für die jüdischen Familien Hermanns und Joseph an der Engelblecker Straße im Stadtteil Neuwerk.
Nach Angaben der Polizei handelt es sich bei den Farbschmierereien um nationalsozialistische Symbole. Neben Neuwerk wurden ähnliche Vorfälle auch im Bereich des Geroweiher und Geroparks sowie an der Marienburger Straße in Windberg festgestellt.
Die Polizei stellt klar, dass es sich hierbei keineswegs um harmlose Sachbeschädigungen handelt. Vielmehr werden diese Taten als schwere Straftaten gewertet. Das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ist nach §86a Strafgesetzbuch verboten und kann empfindliche Strafen nach sich ziehen.
Der polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen. Gleichzeitig warnen die Behörden vor Spekulationen in sozialen Netzwerken, die die Aufklärung erschweren könnten.
Polizei bittet um Mithilfe der Bevölkerung
Um die Verantwortlichen zu ermitteln, sind die Behörden auf Hinweise angewiesen. Zeugen, die verdächtige Beobachtungen in den betroffenen Bereichen gemacht haben, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.
Die Ermittler betonen: Jeder Hinweis kann entscheidend sein, um diese politisch motivierten Straftaten aufzuklären.
(rix)
