Nordrhein-Westfalen – Die Polizei startet eine neue groß angelegte Befragung zur Sicherheitslage: Im Auftrag des Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen werden derzeit 20.000 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger angeschrieben. Ziel ist es, neue Erkenntnisse über Kriminalität und das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu gewinnen.
Die Teilnahme erfolgt im Rahmen der bundesweiten Studie Sicherheit und Kriminalität in Deutschland. Insgesamt werden deutschlandweit rund 200.000 Menschen kontaktiert.
Fokus auf Sicherheitsempfinden und Dunkelfeld
Mit der Studie wollen die Behörden insbesondere das sogenannte „Dunkelfeld“ beleuchten – also Straftaten, die nicht angezeigt werden, sowie subjektive Unsicherheiten in der Bevölkerung.
„Wir möchten besser verstehen, wo Menschen Unsicherheiten verspüren und wie sie Kriminalität wahrnehmen“, erklärt eine Sprecherin des Projekts. Die Ergebnisse sollen helfen, gezielte Präventionsmaßnahmen zu entwickeln und das Vertrauen in die Polizei zu stärken.
Teilnahme freiwillig – Echtheit prüfen
Die angeschriebenen Personen erhalten zunächst ein Informationsschreiben, gefolgt vom eigentlichen Fragebogen. Dieser kann online per QR-Code oder klassisch per Post ausgefüllt werden.
Wichtig: Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, die Schreiben genau zu prüfen, um Betrugsversuche auszuschließen. Persönliche Daten werden anonymisiert verarbeitet.
Durchgeführt wird die Befragung gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt und dem Marktforschungsunternehmen Verian.
Neue Themen im Fokus
In der aktuellen Erhebungswelle stehen insbesondere folgende Themen im Mittelpunkt:
- Wahrnehmung von Bedrohungsszenarien
- gesellschaftliche Spannungen
- persönliche Sicherheit
Die Studie ist Teil eines langfristigen Forschungsprojekts, das bereits seit 2017 läuft und regelmäßig neue Schwerpunkte setzt.
(rix)
