Großrazzia gegen illegalen Cannabis-Handel in Hamburg und NRW

Foto: Manuel Kemmer (Symbolbild)

Hamburg/Neuss/Dormagen. In einer koordinierten Aktion sind am Montag, 12. Januar 2026, die Polizeien aus Hamburg und dem Rhein-Kreis Neuss gemeinsam gegen den organisierten illegalen Betäubungsmittelhandel vorgegangen. Zeitgleich wurden in Hamburg, Dormagen und Neuss mehrere Geschäfts- und Wohnräume durchsucht.

Ausgangspunkt der Ermittlungen war ein Hinweis an das Drogendezernat des Landeskriminalamtes Hamburg (LKA 68). Im Fokus stand ein 39-jähriger Mann, der im Verdacht steht, als Betreiber von Cannabis-Shops in der Hamburger HafenCity und in Dormagen gewerbsmäßig illegal mit Cannabis gehandelt zu haben. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hamburg erließ das zuständige Amtsgericht entsprechende Durchsuchungsbeschlüsse.

Ab etwa 10:30 Uhr durchsuchten Einsatzkräfte zwei Cannabis-Shops in Hamburg-HafenCity (Überseeboulevard) und Dormagen sowie zwei Wohnungen in Hamburg-Altona-Nord (Oeverseestraße) und Dormagen. Dabei stellten die Beamtinnen und Beamten mehrere Kilogramm Cannabidiol-Blüten (CBD-Blüten) sicher. In Hamburg wurden zudem rund 150 Gramm Haschisch, vorgedrehte Joints sowie Verpackungsmaterial beschlagnahmt. In der Filiale in Dormagen fanden die Einsatzkräfte weitere CBD-Blüten. In der dortigen Wohnung des Haupttatverdächtigen wurden hingegen keine verfahrensrelevanten Gegenstände entdeckt.

Neben dem mutmaßlichen Hauptbetreiber richten sich die Ermittlungen auch gegen einen 45-jährigen, der den Shop in Dormagen betrieben haben soll, sowie gegen einen 22-jährigen Verkäufer, der in der Hamburger Filiale tätig war.

Die weiteren Ermittlungen führen das Landeskriminalamt Hamburg und das Kriminalkommissariat 14 der Kreispolizeibehörde Rhein-Kreis Neuss gemeinsam. Dabei wird unter anderem geprüft, welchen Wirkstoffgehalt die sichergestellten CBD-Blüten aufweisen. Die Verfahren werden wegen des Verdachts von Verstößen gegen das Konsumcannabisgesetz geführt. (mke)