Grevenbroich. Nur zwei Tage nach dem tödlichen Wasserunfall an der Erft ist es am Samstagnachmittag (gegen 14:15 Uhr) erneut zu einem Einsatz an dem Fluss gekommen. Feuerwehr und Wasserrettungskräfte mussten im Bereich des Flutgrabens bei Mühlrath den Leichnam einer Person aus dem Wasser bergen.
Ein Paddler hatte zuvor per Notruf gemeldet, im Gewässer möglicherweise einen menschlichen Körper entdeckt zu haben. Daraufhin rückten zunächst Rettungsdienst und Notarzt aus. Wenig später folgten Einsatzkräfte der Feuerwehr Grevenbroich sowie Strömungsretter der DLRG aus Dormagen.
Beim Eintreffen bestätigte sich der Verdacht: Es handelte sich um einen Leichnam im Wasser, sodass weitere Rettungsmaßnahmen nicht mehr möglich waren. Trotz teils starker Strömung gelang es den Einsatzkräften, den Körper gemeinsam an Land zu bringen und an die Polizei zu übergeben.
Der Einsatz dauerte rund drei Stunden und war gegen 17:15 Uhr beendet. Die weiteren Ermittlungen hat das zuständige Kommissariat der Kreispolizeibehörde Rhein-Kreis Neuss übernommen. Angaben zur Identität der Person oder zu den Hintergründen des Todesfalls liegen derzeit nicht vor.
Nach den beiden tödlichen Vorfällen weist die Feuerwehr Grevenbroich erneut auf die Gefahren der Erft hin. Auch scheinbar ruhige Abschnitte können starke Strömungen aufweisen. Zudem erschweren glatte Ufer sowie im Wasser befindliche Äste oder Wurzeln das Verlassen des Gewässers erheblich. Besonders für Nichtschwimmer besteht Lebensgefahr. (mke)
