Neuss. Ein 16-jähriger Jugendlicher ist am Mittwochabend (3. Juni) auf der Bahnstrecke zwischen Neuss Süd und Neuss Allerheiligen beim sogenannten S-Bahn-Surfen schwer verletzt worden.
Nach bisherigen Ermittlungen der Bundespolizei hielt sich der Jugendliche auf dem Dach einer fahrenden S11 auf, als er von einem Lichtbogen der 15.000 Volt führenden Oberleitung erfasst wurde. Am Bahnhof Neuss Allerheiligen stürzte der Teenager anschließend vom Zug.
Reisende leisteten umgehend Erste Hilfe und fingen den Jugendlichen auf. Nach der Erstversorgung durch Rettungskräfte wurde der 16-Jährige mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik nach Duisburg geflogen.
Nach aktuellem Stand befindet sich der Jugendliche mittlerweile außer Lebensgefahr.
Die Bundespolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und versucht nun zu klären, an welchem Ort der Jugendliche auf den Zug geklettert ist.
In diesem Zusammenhang warnt die Bundespolizei erneut eindringlich vor den Gefahren auf Bahnanlagen. Bereits die Annäherung an Oberleitungen kann durch einen sogenannten Lichtbogen zu lebensgefährlichen Verletzungen führen. Das Betreten von Gleisen sowie das Klettern auf Züge ist verboten und kann tödliche Folgen haben. (mke)
