Bombenfunde in Viersen, Düsseldorf und Moers

Foto: Stadt Düsseldorf

NRW. Gleich mehrere Bombenfunde aus dem Zweiten Weltkrieg haben am Mittwoch (27. Mai 2026) in Viersen, Düsseldorf und Moers umfangreiche Einsätze von Feuerwehr, Polizei und Kampfmittelbeseitigungsdienst ausgelöst.


In Viersen wurde bei Bauarbeiten an der Gladbacher Straße eine amerikanische 125-Kilogramm-Bombe entdeckt. Vorsorglich sperrten Einsatzkräfte mehrere Straßenbereiche und evakuierten einzelne Gebäude. Nach Begutachtung gab der Kampfmittelbeseitigungsdienst jedoch Entwarnung: Der Bombe fehlte der Zünder, weshalb keine akute Gefahr bestand. Das Kampfmittel wurde anschließend abtransportiert.


Deutlich größer fiel der Einsatz in Düsseldorf-Oberbilk aus. Dort wurde an der Harffstraße eine Artilleriegranate aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Rund 1.200 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen, Straßen wurden gesperrt und Buslinien eingestellt. Die Granate wurde am späten Abend kontrolliert gesprengt. Dafür versetzten Spezialkräfte das Kampfmittel in eine Grube und deckten es mit rund 100 Tonnen Sand ab. Die Sprengung verlief erfolgreich, verletzt wurde niemand.

Foto: Stadt Moers


Auch in Moers sorgte ein Bombenfund für massive Einschränkungen. Bei Arbeiten an einem neuen Wohnquartier an der Straße „Am Fünderich“ entdeckten Arbeiter eine amerikanische Zehn-Zentner-Bombe. Aufgrund der beschädigten Zündertechnik musste auch dieses Kampfmittel kontrolliert gesprengt werden. Betroffen waren unter anderem das Krankenhaus Bethanien mit rund 450 Patienten, ein Seniorenstift mit etwa 200 Bewohnern sowie rund 2.600 Anwohner im Umkreis von 800 Metern. Im Verlauf der Maßnahmen wurde zudem eine zweite kleinere Bombe entdeckt. Beide Bomben konnten in der Nacht erfolgreich gesprengt werden.


In allen drei Städten waren Feuerwehr, Polizei, Kampfmittelbeseitigungsdienst, Hilfsorganisationen sowie weitere Behörden im Einsatz. Besonders umfangreich fiel der Einsatz in Moers aus, wo zahlreiche Kräfte – darunter auch viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer – bis tief in die Nacht im Einsatz waren. (mke)