Silvesterbilanz am Niederrhein: Viele Einsätze für Polizei und Feuerwehr

Foto: Sascha Rixkens

Niederrhein. Der Jahreswechsel 2025/2026 hat Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste in der Region erneut stark gefordert. Vor allem nach Mitternacht kam es zu zahlreichen Einsätzen, häufig ausgelöst durch Alkohol, Feuerwerk und Streitigkeiten.

In Mönchengladbach verzeichnete die Feuerwehr 105 Einsätze, davon 77 im Rettungsdienst, darunter 18 mit Notarzt. Zwischen 0 und 7 Uhr rückten die Einsatzkräfte zu 51 Einsätzen aus. Zudem kam es zu 25 Kleinbränden, etwa an Mülltonnen, Hecken oder Unrat. Zu den größeren Einsätzen zählte ein Brand eines Anbaus in Schelsen, bei dem eine mobilitätseingeschränkte Person aus dem angrenzenden Wohngebäude gerettet werden konnte. Verletzt wurde niemand. Ein weiterer Einsatz musste nach massivem Bewurf von Feuerwehrkräften mit Pyrotechnik zunächst abgebrochen und erst unter Polizeischutz fortgesetzt werden. Die Polizei registrierte 84 Einsätze mit Silvesterbezug, darunter mehrere Körperverletzungen, sieben Platzverweise und drei Ingewahrsamnahmen. Ein Polizeibeamter wurde leicht verletzt.

Im Kreis Viersen zählte die Polizei 64 Einsätze. Besonders auffällig waren 13 Brände, vermutlich ausgelöst durch Feuerwerk. In Kempen geriet ein Dachstuhl in Brand, in Anrath brannten zwei Sportboote vollständig aus. Verletzte gab es nicht.

In Krefeld fiel die Bilanz ruhiger aus. Die Feuerwehr disponierte 135 Einsätze, überwiegend im Rettungsdienst. Es blieb meist bei kleineren Bränden. Die Polizei registrierte 161 Einsätze, weniger als im Vorjahr. Übergriffe auf Einsatzkräfte gab es nicht.

Auch im Rhein-Kreis Neuss blieb es vergleichsweise ruhig. Die Polizei wurde zu 50 Einsätzen gerufen. In Dormagen-Hackenbroich kam es zu Pyrotechnik-Bewurf auf Einsatzkräfte, eine Polizeibeamtin wurde leicht verletzt. Insgesamt zog die Polizei dennoch ein positives Fazit. (mke)